Gemeinsam für ein begehbares Oberkirch!
Das Gehen ist die natürlichste Art der Fortbewegung: es ist gesund, kostenlos und schont unsere Umwelt. Um das Zufußgehen in unserer Stadt noch sicherer und attraktiver zu machen, hat sich Oberkirch erfolgreich am Landesprojekt der Fußverkehrs-Checks 2025 beteiligt. Als eine von nur 15 ausgewählten Kommunen in Baden-Württemberg haben wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und dem Ingenieurbüro Planersocietät unsere Wege unter die Lupe genommen.
Ein barrierefreies und durchgängiges Wegenetz ist die Basis für Mobilität in jedem Alter. Unter dem Motto „Gehwege frei räumen“ lag der Fokus des Checks darauf, Hindernisse im öffentlichen Raum zu identifizieren und systematisch zu beseitigen. Dabei ging es sowohl um dauerhafte Barrieren wie ungünstig platzierte Stromkästen als auch um temporäre Blockaden durch parkende Autos, Mülltonnen oder in den Weg ragende Hecken.
So haben wir Oberkirch gecheckt
Der Prozess war ein gemeinsamer Dialog zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Politik. In verschiedenen Etappen haben wir die Situation analysiert:
- Auftaktworkshop: Im Juli 2025 wurden erste Problemstellen und Potenziale gesammelt.
- Ortsbegehungen: Bei zwei öffentlichen Rundgängen im Herbst haben wir konkrete Routen im Süden und Nordwesten der Innenstadt auf ihre Alltagstauglichkeit geprüft.
- Abschlussworkshop: Im Dezember wurden die Ergebnisse diskutiert und die wichtigsten Maßnahmen für die Zukunft priorisiert.
Stärken und Herausforderungen
Die Analyse zeigt: Oberkirch hat eine attraktive Ortsmitte mit einer kompakten Struktur und einer einladenden Fußgängerzone. Doch außerhalb des Zentrums gibt es Nachholbedarf. Besonders die hohe Verkehrsbelastung auf den Ortsdurchfahrten, schmale Gehwege und fehlende barrierefreie Querungsmöglichkeiten für Rollstühle oder Kinderwagen wurden als Schwachstellen identifiziert.
Der Fußverkehr-Check hat Oberkirch wichtige Hinweise geliefert, wie sich die Bedingungen für zu Fuß Gehende verbessern lassen – sowohl in Bezug auf Sicherheit als auch auf Aufenthaltsqualität. Kleinere Maßnahmen, etwa Markierungen oder punktuelle Anpassungen, können relativ zeitnah umgesetzt werden. Umfangreichere Vorhaben benötigen dagegen zusätzliche Planungen und entsprechende politische Entscheidungen.