Fairtrade-Stadt

Oberkirch wird Fairtrade-Stadt!

Was ist fairer Handel?

Der faire Handel setzt sich für mehr Gerechtigkeit im weltweiten Handel ein. Er stärkt Produzentinnen und Produzenten in Ländern des Globalen Südens und sorgt dafür, dass sie von ihrer Arbeit leben können. Zentrale Ziele sind:

  • Faire Bezahlung und stabile Einkommen für Produzenten und Produzentinnen
  • Menschenwürdige Arbeitsbedingungen ohne Ausbeutung oder Kinderarbeit
  • Gleichberechtigung und Mitbestimmung in Handelspartnerschaften
  • Umweltschonende Produktion und Förderung nachhaltiger Anbaumethoden
  • Bewusstseinsbildung für verantwortungsvollen Konsum weltweit

Der faire Handel schafft Perspektiven und verbindet soziales Engagement mit ökologischem Handeln. Er bietet zahlreiche Vorteile:

  • Verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen für Produzenten, Produzentinnen und ihre Familien
  • Investitionen in Bildung, Gesundheit und Gemeinschaftsprojekte durch Fairtrade-Prämien
  • Langfristige Handelsbeziehungen und wirtschaftliche Stabilität
  • Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Vertrauen und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette

Unsere Steuerungsgruppe

Unsere Partner und Unterstützer

Unsere Aktivitäten im Überblick

2026

Der Weltladen Oberkirch veranstaltet am Samstag, den 26. September ab 09:30 Uhr ein öffentliches "Faires Vielfaltsfrühstück" mit Produkten aus Fairem Handel. Wir fairwöhnen unsere Gäste mit köstlichem Kaffee, aromatischen Tees, erfrischenden Säften, herzhaften und süßen Brotaufstrichen, leckeren Bio-Bananen und vielen weiteren Köstlichkeiten. Dabei informieren wir darüber, welche Bedeutung Vielfalt für unsere Gesellschaft hat und wie der Faire Handel Vielfalt fördert. Das Faire Vielfaltsfrühstück findet direkt vor dem Weltladen in der Fußgängerzone statt und ist ein Beitrag des Weltladens zur bundesweiten Fairen Woche.

Die Faire Woche macht Vielfalt erlebbar

Die größte Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland findet in diesem Jahr vom 11. bis 26. September statt. Rund 1.600 Veranstaltungen bundesweit laden zum Mitmachen ein. Unter dem Motto „Fair handeln – Vielfalt erleben!“ machen sie deutlich, wie wichtig Vielfalt für unser Leben ist und wie der Faire Handel zu mehr Vielfalt beiträgt. Das diesjährige Motto der Fairen Woche zeigt, wie jede und jeder von uns an Gerechtigkeit und Vielfalt mitwirken kann. Die Faire Woche 2026 legt einen besonderen Fokus auf junge Menschen. Sie würdigt ihr Engagement für globale Gerechtigkeit und rückt ihre Ideen für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft in den Mittelpunkt.

Faire Partnerschaften schaffen Zukunftsperspektiven

Wie eng die Zukunft junger Menschen, Klimakrise und Fairer Handel zusammenhängen, zeigt sich besonders deutlich im Kaffeeanbau. Darüber werden die honduranischen Kaffeebäuer*innen Lucio Calix Nicolas von der Kooperative COMBRIFOL und Elsi Pereira von APROCOMSA auf ihren Deutschlandreisen zur Fairen Woche berichten. „Unser Kaffee ist nicht nur ein Produkt: Er ist das Ergebnis der Arbeit von Generationen von Familien, die sich um das Land kümmern. Der Klimawandel stellt uns auf die Probe, aber mit biologischen Anbaumethoden, genossenschaftlicher Organisation und der Unterstützung durch den Fairen Handel bauen wir ein widerstandsfähiges Modell auf“, fasst Lucio Nicolas seine Arbeit zusammen.

Fairer Handel schützt biologische Vielfalt

Warum Fairer Handel nicht nur für Kaffeeerzeuger*innen eine große Chance ist und wie er zum Schutz biologischer Vielfalt beiträgt, erklärt die Schirmfrau der Fairen Woche, Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan: „Der Faire Handel steht für langfristige Partnerschaften mit Kooperativen, in denen Produzent*innen unter geregelten Bedingungen arbeiten und stabile Mindestpreise für ihre Produkte erhalten. Gleichzeitig sichert der Faire Handel einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, damit Böden, Wasser und Wälder auch kommenden Generationen eine Lebensgrundlage bieten.“

Gemeinsam für Gerechtigkeit und Vielfalt

In Zeiten globaler Krisen und zunehmender gesellschaftlicher Spannungen ist es wichtiger denn je, gemeinsam für Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Vielfalt einzustehen. Bundesentwicklungsministerin Alabali Radovan: „Die Faire Woche macht uns bewusst, dass wir alle beitragen können – auch hier in Deutschland. Der Faire Handel lebt vom Engagement entlang der gesamten Lieferkette – angefangen bei den Erzeuger*innen auf den Feldern und Plantagen bis hin zu den Konsument*innen im Supermarkt und im Weltladen.“

Die Tour de Fair 2026 hat am Freitag, 7. August, in Oberkirch Station gemacht. Rund 30 Radfahrerinnen und Radfahrer aus dem gesamten Bundesgebiet kamen dabei mit Vertreterinnen und Vertretern der Fairtrade-Stadt Oberkirch sowie weiteren Engagierten ins Gespräch. Der Besuch stellte den Fairen Handel vor Ort in den Mittelpunkt und fügte sich in das Engagement Oberkirchs als Fairtrade-Stadt ein.

2026-08-15 ARZ - Tour de Fair in Oberkirch.pdf

Der verkaufsoffene Sonntag in der Oberkircher Innenstadt rundete die Baden-Württemberg-Tage ab.

Im Rahmen der Heimattage 2026 fanden am 16. und 17. Mai die Baden-Württemberg-Tage statt. Die gesamte Innenstadt wurde eine große Veranstaltungsmeile mit Landesgewerbeschau, Brennermeile, Kunsthandwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag.

In Kooperation mit dem Weltladen Oberkirch waren wir mit einem Info-Stand vertreten und haben über fairen Handel informiert.

Am 16. Mai 2026 war es soweit. Oberkirch wurde von Ehrenbotschafter Manfred Holz offiziell als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet.

2026-04-02 Rundblick

2025

Bewerbung eingereicht

Am 15. Dezember 2026 war es soweit. Die von der Steuerungsgruppe zusammengestellte Bewerbung wurde an Fairtrade Deutschland in Köln versandt. Wir drücken die Daumen, dass wir nach positivem Prüfungsergebnis die Anerkennungsfeier in unserem Heimattage-Jahr planen dürfen.

Folgende Aktionen und Kooperationen haben uns bei der Erfüllung der Bewertungskriterien unterstützt:

Kriterium 1 - Ratsbeschluss

Am 25. November 2024 beschloss der Gemeinderat einstimmig, an der Fairtrade-Kampagne teilzunehmen, eine Steuerungsgruppe einzuberufen und die Bewerbung Oberkirchs vorzubereiten.

Gleichzeitig beschloss er, dass zukünftig in allen Sitzungen fairer Kaffee ausgeschenkt und ein weitere faires Produkt angeboten wird.

Kriterium 2 - Steuerungsgruppe

Im Verlauf des Jahres 2025 wurden zahlreiche Gespräche mit möglichen Akteuren geführt. Am 4. November 2025 traf sich die Steuerungsgruppe zur konstituierenden Sitzung und begleitete das Bewerbungsverfahren in weiteren Treffen.

Zur Steuerungsgruppe gehören sieben Mitglieder aus Politik/Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

Kriterium 3 - Faire Produkte in Handel und Gastronomie

Abhängig von der Einwohnerzahl müssen verschiedene Wirtschaftsakteure faire Produkte anbieten. Bereits in unserer Bewerbungsphase sind wir dankbar für die Unterstützung von:

Kriterium 4 - Zivilgesellschaft

Fairer Handel soll sich ebenfalls in Vereinsarbeit, Kirchen und Schulen widerspiegeln. Wir freuen uns, dass bereits in der Bewerbungsphase dabei sind:

Kriterium 5 - Öffentlichkeitsarbeit

Selbstverständlich soll zu unterschiedlichen Anlässen über Fairen Handel und Faire Produkte berichtet werden. Gemeinsam mit unseren Bewerbungspartnern konnten im Jahr 2025 zahlreiche Informationen über verschiedene Medien (Homepage, lokale und regionale Zeitungen, Rundblick, Social Media) veröffentlicht werden.