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Manfred Grommelt

Manfred Grommelt ist Graphiker und Photograph. Er wurde 1954 in Oberkirch geboren. Grommelt hat von 1972 bis 1977 an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig bei Hubertus von Pilgrim und Malte Sartorius studiert.

Grommelts  Arbeitsfelder sind Radierung  und Photographie – beides in Schwarz-Weiß - die durch reflektierendes Vorgehen, lange, gewissenhafte Auswahl von Motiven und zum Teil langwierige handwerkliche Prozesse gekennzeichnet sind und durchaus ein methodisches Zusammenspiel eingehen.

Von der Idee zur kleinen Auflage von Silbergelatine-Abzügen oder von der Radierplatte zu den Tiefdrucken auf Bütten, sind die wesentlichen Arbeitsschritte.

Die  Arbeiten Grommelts entstehen nicht als Ausschnitte primärer  Wahrnehmung, sondern resultieren aus wohlüberlegten Setzungen im Atelier. Dies gilt sowohl für die Radierung  als  auch für die Photoarbeiten, die zwei Themenschwerpunkte berühren: Die Architektur des 20. Jahrhunderts und Portraits von Künstlern, die Grommelt  schätzt oder Vorbildcharakter für ihn haben. Visualisierung des Wandels, aber noch viel mehr die Konfrontation des Gestern mit der Unmittelbarkeit  des Augenblicks sind Grommelts markanteste Beweggründe,  zum Beispiel in der Photoserie Bäume, die er in Beziehung zur Architektur  von Le Corbusier setzt. Das Zusammenspiel von Bildzitaten und kunst-historischen Bezügen, von kompositioneller Raffinesse, photographisch festgehaltenen, meist detailhaften Ausschnitten oder ungewöhnlicher Perspektive und zartes, der Radierung  eigenem Lineament führt in Grommelts Werk zu einer einzigartigen Symbiose von Bildhaftem und anspruchsvollen Bedeutungsebenen.

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