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Hauptversammlung der Feuerwehr Oberkirch

Artikel vom 28.06.2022

Auszeichnung von verdienten Kameraden
 
Die zehnte Hauptversammlung der Feuerwehr Oberkirch fand am vergangenen Freitag in der Erwin-Braun-Halle in Oberkirch statt. Dazu trafen sich alle zwölf Abteilungen. Pandemie-bedingt konnte das Treffen nicht im üblichen fünf-Jahres-Rhythmus 2020 stattfinden und wurde jetzt nachgeholt.
 
Feuerwehrkommandant Marcus Kohler stellte seinen Rechenschaftsbericht vor. Insbesondere ging er auf die neu angeschafften Fahrzeuge ein sowie den Umbau des Feuerwehrhauses der Abteilung Ödsbach. Beachtlich ist auch der Ausbildungsstand der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. So konnten 61 Feuerwehrangehörige zum Truppmann, 37 zum Truppführer und 59 zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden. An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal bildeten sich 38 Feuerwehrangehörige weiter. Auch die Einsätze der letzten Jahre wurden bei der Gelegenheit betrachtet. Die Feuerwehr Oberkirch wurde zu insgesamt 1.226 Einsätzen gerufen. Laut Marcus Kohler ist dies rechnerisch alle 46 Stunden ein Einsatz. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr in dieser Zeit auch 80 Personen retten. Leider kam für sechs Personen jede Hilfe zu spät. Im Anschluss erläuterte der Feuerwehrkommandant noch die Arbeit der Sondereinheiten. Die ABC-Einheit konnte 40 Einsätze verzeichnen und 86 Übungsdienste abhalten. Viele davon auch in Kooperation mit Einheiten aus Achern, Offenburg und Lahr. Die Absturzsicherungseinheit zählte zwölf Einsätze, bei 60 Übungsdiensten. Positiv fällt die gut funktionierende Kooperation zwischen den Sondereinheiten auch über die Stadtgrenzen hinaus auf. Im Anschluss an den Bericht des Kommandanten stellten die fünf Ausrückbereiche ihre Berichte vor. Philipp Wörner, Leiter der Jugendfeuerwehr, berichtet den Anwesenden über die Arbeit mit den Heranwachsenden.

Die Hauptversammlung sämtlicher Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch bot den passenden Rahmen für zahlreiche Ehrungen. Die Aufnahme zeigt von links: Feuerwehrkommandant Marcus Kohler; Bürgermeister Christoph Lipps; Fachbereichsleiterin Clarissa Isele; Klaus Vogt; Heinz Uebel; Konrad Braun; Georg Braun; Helmut Huber; Martin Schröer; Klaus Busam; Oberbürgermeister Matthias Braun; Willi Huber; Helmut Steimel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes sowie Roland Maier.
Photo: Michael Karusseit/Stadt Oberkirch
Die Hauptversammlung sämtlicher Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch bot den passenden Rahmen für zahlreiche Ehrungen. Die Aufnahme zeigt von links: Feuerwehrkommandant Marcus Kohler; Bürgermeister Christoph Lipps; Fachbereichsleiterin Clarissa Isele; Klaus Vogt; Heinz Uebel; Konrad Braun; Georg Braun; Helmut Huber; Martin Schröer; Klaus Busam; Oberbürgermeister Matthias Braun; Willi Huber; Helmut Steimel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes sowie Roland Maier.
Photo: Michael Karusseit/Stadt Oberkirch

Auszeichnung verdienter Kameraden
Zum Schluss der Hauptversammlung zeichnete Oberbürgermeister Matthias Braun gemeinsam mit Feuerwehrkommandant Marcus Kohler noch verdiente Kameraden aus. Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold in besonderer Ausführung für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst bekamen: Georg Braun, Klaus Busam, Karl-Heinz Fischer, Ludwig Jülg, Helmut Huber, Martin Schröer, Willi Huber, Klaus Vogt, Konrad Braun und Heinz Uebel.
 
Oberbürgermeister Matthias Braun wurde eine ganz besondere Auszeichnung zur Ehr: die Feuerwehrehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes. Dies ist die höchste Auszeichnung des Verbandes für Personen, welche nicht aktiv in einer Feuerwehr tätig sind. Damit wurde sein besonderes Engagement um die Oberkircher Feuerwehr angemessen gewürdigt. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2004 wurden 17 Fahrzeuge neu beschafft und sechs Feuerwehrhäuser renoviert beziehungsweise neu gebaut werden.
 
Zum Abschluss der Hauptversammlung konnte Oberbürgermeister Matthias Braun noch eine nicht alltägliche Ernennung vollziehen. Roland Maier wurde zum Ehrenkommandant ernannt. In seinen über 47 Jahren aktiven Dienst in der Feuerwehr Oberkirch übernahm er Verantwortung und Führungsaufgaben. 17 Jahre als stellvertretender Abteilungskommandant der Abteilung Stadt und 20 Jahre als stellvertretender Feuerwehrkommandant. Ebenso war Maier kommissarischer Leiter der Feuerwehr, als im Herbst 2017 ein neuer hauptamtlicher Feuerwehrkommandant gesucht wurde. In all diesen Jahren, bis zu seinem verdienten Ruhestand, war Roland Maier ein geschätztes Mitglied der Einsatzabteilung, stand jedem, der Hilfe brauchte mit Rat und Tat zur Seite. In vielen Firmen des Renchtals übernahm Roland Maier auch die Ausbildung der Brandschutzhelfer.

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