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Keine Ferien auf der Baustelle

Artikel vom 22.08.2022

Sanierung des Hans-Furler-Gymnasiums läuft durch
 
Im Juli 2021 startete die Grundsanierung des Hans-Furler-Gymnasiums. In der Zwischenzeit sind die Arbeiten im Westflügel weit vorangeschritten. Stadt und Baufirmen planen mit Start des zweiten Bauabschnitts in den Herbstferien.
 
Für die Schüler des Oberkircher Hans-Furler-Gymnasiums sind zurzeit Ferien. Doch die Sanierung des Schulgebäudes läuft weiter, wie sich Oberbürgermeister Matthias Braun gemeinsam mit Architekt Julian Assem und Stefanie Schmid, Leiterin des Sachgebiets „Hochbau- und Gebäudemanagement“ im Oberkircher Rathaus, vor Ort überzeugen konnte. Im Juli 2021 starteten die Arbeiten für die grundlegende Sanierung des Oberkircher Hans-Furler-Gymnasiums. Der Westflügel war der Ausgangspunkt für die insgesamt rund drei Jahre dauernden Arbeiten. Dort sind die Naturwissenschaften, Physik, Biologie sowie Chemie untergebracht. In den kommenden Herbstferien werden dann die Fachräume vom Erdgeschoss in das Obergeschoss umziehen. „Ein Grund für den Beginn der Arbeiten mit den Räumen der Naturwissenschaften war deren aufwendigere Lüftungs- und Installationstechnik“, schildert Julian Assem vom gleichnamigen Architekturbüro. Dann beginnt auch unmittelbar der zweite Bauabschnitt. „Dieser wird vom Herbst 2022 bis Sommer 2023 Laufen“, skizziert Sachgebietsleiterin Stefanie Schmid den weiteren Baufortschritt. Der dritte und letzte Abschnitt folgt bis Sommer 2024. „Wir rotieren durch das Gebäude“, schildert Stefanie Schmid den Ablauf. Unabhängig von den einzelnen Bauabschnitten wird bereits jetzt in einem Zug das Flachdach des Gymnasiums saniert. Ganz zum Schluss der Baumaßnahme wird dann darauf eine Solaranlage der Renchtal Bürgerenergie GmbH der Stadtwerke Oberkirch installiert.

Die neue Holz-Rahmen-Tafelkonstruktion (rechts im Bild) trägt dazu bei, dass nach der Sanierung des Gymnasiums die gesamte Gebäudehülle den KfW-70-Standard einhält. Die Aufnahme zeigt von links Sachgebietsleiterin Stefanie Schmid, Oberbürgermeister Matthias Braun und Architekt Julian Assem.
Die neue Holz-Rahmen-Tafelkonstruktion (rechts im Bild) trägt dazu bei, dass nach der Sanierung des Gymnasiums die gesamte Gebäudehülle den KfW-70-Standard einhält. Die Aufnahme zeigt von links Sachgebietsleiterin Stefanie Schmid, Oberbürgermeister Matthias Braun und Architekt Julian Assem.

Durchgetaktete Bauplanung
Ursprünglich sahen die Planungen einmal vier Bauabschnitte vor. Doch mit Blick auf die Förderung durch die KfW, wurde die Bauzeit auf 36 Monate verkürzt und der Ablauf auf drei Bauabschnitte umgestellt. „Die beiden letzten Abschnitte wurden zusammengelegt.“ Es bleibt nicht allein beim Umzug der naturwissenschaftlichen Fachräume vom Erdgeschoss ins Obergeschoss. „Die Räume werden heller und freundlicher gestaltet“, erklärt Julian Assem und zeigt Oberbürgermeister Matthias Braun eine entsprechende Visualisierung eines künftigen Klassenzimmers. Unangetastet bleibt eine Besonderheit des Ursprungsentwurfs: die zentrale Lage des Atriums und dessen gute Erreichbarkeit. Zentral wird auch die Barrierefreiheit gelöst. Über einen Aufzug kann vom Parkdeck jede Etage des Gebäudes erreicht werden. Der Rückbau bis auf den Rohbau bietet auch die Chance, manch eine Verbesserung für den Schulalltag vornehmen zu können. „Der Lärmschutz wird heute viel aufwändiger ausgeführt“, erläutert Julian Assem.
 
Neue Gebäudehülle
Doch nicht nur im Innern tut sich etwas. Komplett erneuert wird die Gebäudehülle. Die künftige Holz-Rahmen-Tafelkonstruktion wird dazu beitragen, dass die gesamte Gebäudehülle den KfW-70-Standard einhält. Durch die Besonderheit, dass das gesamte Schulgebäude auf vielen Stützen steht, ergibt sich eine große Hüllfläche bei der Dämmung. Herausforderungen gilt es aber auch an anderer Stelle zu meistern. Durch die Sanierung soll der Schulbetrieb so wenig wie möglich beeinträchtigt werden“, betont Architekt Assem im Gespräch. „Daher werden auch die einzelnen Bauabschnitte vertikal und nicht horizontal ausgeführt. „Solch eine große Baumaßnahme funktioniert nur dann gut, wenn auf jeder Seite Verständnis für den anderen besteht und entsprechend Rücksicht genommen wird“, stellt das Stadtoberhaupt klar. „Alle ziehen am gleichen Strang“, weiß Stefanie Schmid zu berichten.

Architekt Julian Assem zeigt Oberbürgermeister Matthias Braun anhand einer entsprechenden Visualisierung, wie viel heller und freundlicher die künftigen Klassenzimmer sein werden.
Alle Bilder: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch
Architekt Julian Assem zeigt Oberbürgermeister Matthias Braun anhand einer entsprechenden Visualisierung, wie viel heller und freundlicher die künftigen Klassenzimmer sein werden.
Alle Bilder: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch

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