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Zum Praktikum im Kindergarten

Artikel vom 31.01.2020

Für Stefanie Litterst ging ein Traum in Erfüllung
 
Donnerstagnachmittag im Kindergarten „St. Wendel“ in Bottenau. Kinder sind vergnügt zwischen den Räumen der Gruppen unterwegs. Im Bistro wartet schon Stefanie Litterst. Sie ist für zwei Wochen Praktikantin in dem städtischen Kindergarten.
 
Eigentlich nichts Besonderes. Regelmäßig kommen Schüler für ein Praktikum oder junge Erwachsene für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in den Kindergarten der Ortschaft. Erstmals kam aber mit Stefanie Litterst eine Praktikantin die Trisomie 21 hat. Bekannt ist die Chromosomen-Störung auch als sogenanntes Down-Syndrom. Stefanie Litterst stammt aus Bottenau und ging selbst vor Jahren in den Kindergarten „St. Wendel“. Normalerweise arbeitet sie in der Oberkircher Albert-Schweitzer-Werkstatt. Ihre größere Schwester ist selbst Erzieherin in Offenburg. Dies war sicherlich auch ein Grund für den Praktikumswunsch im Kindergarten. Im Vorfeld klärte Kindergartenleiterin Karin Walter unter den Erzieherinnen und Eltern, der Stadt als Träger des Kindergartens sowie der Lebenshilfe ab, was diese zu dem Wunsch meinen. „Die Resonanz war sehr gut“, schildert Karin Walter. Ganz konkret ist Stefanie Litterst nun für zwei Wochen Teil der „Gelben“-Gruppe.

Stefanie Litterst war für zwei Wochen Praktikantin im Kindergarten
Stefanie Litterst war für zwei Wochen Praktikantin im Kindergarten "St. Wendel". Mit viel Engagement und Herz hat sie sich dabei eingebracht.
Bild: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch

„Es hat sich gelohnt“
Sie hilft den Kindern beim Anziehen, bindet Schuhe und ist die Begleitung für ein zweijähriges Kleinkind beim Essen. Nach dem Essen räumt Stefanie Litterst den Bistrobereich auf, wischt Tische ab und räumt die Spülmaschine ein. „Bei wiederholenden Tätigkeiten kann sie die Erzieherinnen unterstützen“, schildert Walter. Für das gemeinsame Spielen mit den Kindern bringt Stefanie Littertst fast täglich ihr eigenes „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel mit. Aber sie malt und bastelt auch gerne mit den Kindergartenkindern oder begleitet sie nach draußen in den Hof. „Stefanie singt auch sehr gerne mit den Kindern“, berichtet Barbara Müller, Erzieherin in der „Gelben“-Gruppe. Das Miteinander mit ihr sei sehr spannend und lehrreich. „Sie ist immer fröhlich. Die Begegnung mit den Kindern regt auch die Kinder an“, ist ein Fazit der erfahrenen Erzieherin. Übereinstimmend erklären Karin Walter und Barbara Müller im Gespräch, dass es sich gelohnt habe den Praktikumswunsch zu erfüllen. „Es war schön zu sehen, wie offen die Kinder gegenüber Stefanie waren.“ Als kleine Erinnerung und Gedächtnisstütze gibt es zum Abschluss der Zeit als Praktikantin noch ein Erzählbuch. Anhand der Photos kann Stefanie dann von ihrer Zeit im Kindergarten „St. Wendel“ berichten, worauf sie sich schon freut. Ihr Fazit zu den zwei Wochen fällt knapp und herzlich aus: „Es hat viel Spaß gemacht!“
 
Daher wundert es kaum, dass sie künftig gerne an einem Vormittag in der Woche in den Kindergarten kommen möchte. Der Wunsch wird im Team des Kindergartens besprochen. „Stefanie ist eine absolute Bereicherung, wir schauen was möglich ist“, unterstreicht Karin Walter. Die Kindergartenleiterin dankt bei der guten Umsetzung des Praktikumswunsch der Lebenshilfe Offenburg/Oberkirch für die gute Zusammenarbeit.

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