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Bauhof und Realschule im Fokus

Artikel vom 11.09.2019

Ferienzeit bedeutet kein Arbeitsstopp auf Baustellen
 
Oberbürgermeister Matthias Braun überzeugte sich dieser Tage vor Ort vom Fortgang einiger Baumaßnahmen der Stadt. Trotz Ferienzeit laufen die Arbeiten stetig weiter.
 
Manche Baumaßnahmen, wie der neue Kiosk im Stadtgarten oder der Anbau für den Ganztagsbetrieb der Realschule stehen im Blickpunkt der Bevölkerung. Andere stehen nicht so im Fokus. Dazu gehört sicherlich die Umgestaltung des Städtischen Bauhofs. Der Bauhof ist so etwas wie die Werkstatt der Stadt. Dort haben nicht nur die Gärtner, Schreiner, Schlosser der Stadt ihren Arbeitsplatz – auch Teile des Streumaterials, des Stadtgrüns und des Fuhrparks sind dort untergebracht. Die Werkstätten, Lager und Hallen stammen dabei teilweise noch aus der Zeit vom Anfang des vorherigen Jahrhunderts. Die Anforderungen haben sich aber stetig weiterentwickelt. Deshalb wurde Ende 2014 mit der Umgestaltung des Bauhofgeländes begonnen.

Umzug im September
Mit der neuen 760 qm großen Kfz-Halle wurde 2015 der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Danach stand der Ersatzbau für die verlorengegangenen Schütt- und Lagerboxen auf dem Programm. Nach diesem zweiten Bauabschnitt wurden der eigentliche Werkstattbereich mit Magazin sowie die Büros des Bauhofs und die Gärtnerei neu geordnet. Der dritte Bauabschnitt umfasste den Neubau der Schreinerei. Aktuell läuft gerade der vierte Bauabschnitt 2018/2019 mit dem Neubau für die Schlosserei und Kfz-Werkstatt. Baubeginn war vor fast genau einem Jahr. Die Fertigstellung wird um den Monatswechsel August/September 2019 erfolgen. Bis dahin sind noch die Außenputzarbeiten sowie die Restarbeiten der Maler und Elektriker auszuführen. Die Fliesen werden seit der letzten Woche in der Werkstatt verlegt. Auf die Bedürfnisse der Bauhofmitarbeiter zugeschnitten ist die Hallenausstattung: Krahnbahn, Hebebühne, Grube und Technikraum für das gesamte Gebäude mit Heizung und Kompressor gehören etwa dazu. Rund 1,3 Mio. Euro investiert die Stadt allein in diesen Bauabschnitt.

Informierten sich über den Baufortschritt des neuen Werkstattgebäudes auf dem Bauhofgelände: Stefanie Schmid, Leiterin Sachgebiet
Informierten sich über den Baufortschritt des neuen Werkstattgebäudes auf dem Bauhofgelände: Stefanie Schmid, Leiterin Sachgebiet "Hochbau und Gebäudemanagement"; Bernhard Huschle, betreut auf Seiten der Stadt die Baumaßnahme, Bauhofleiter Georg Knapps, Architekt Johannes Bähr und Oberbürgermeister Matthias Braun. In der Zwischenzeit wurde mit dem Verlegen der Fliesen begonnen.

Bei den anstehenden Haushaltsberatungen wird über den genauen weiteren zeitlichen Ablauf der Umgestaltung entschieden. Die Umgestaltung des Bauhofgeländes sei kein Luxus, betonte Oberbürgermeister Matthias Braun bei der Gelegenheit. „Die Kosten müssen aber auch finanzierbar sein.“ Für den nächsten Abschnitt sind die Läger für Schilder und Fahrzeuge sowie die Arbeitsräume der Maurer vorgesehen. Danach bilden die Büros und Sozialräume den nächsten Bauabschnitt. Zum Abschluss wird noch die Hofentwässerung verbessert, damit auf der gesamten Freifläche das Regenwasser zukünftig besser ablaufen kann. Dazu wird der Hof komplett gepflastert. Die große Herausforderung bei dem Projekt ist, dass auf dem Gelände erst einmal der Platz für den jeweiligen Neubau geschaffen werden muss und gleichzeitig auch permanent alle Arbeitsplätze vorhanden sein müssen. Stillstand gibt es weder auf der Baustelle, noch beim Bauhof selbst.

Realschule erhält Gelenkbau
Einen der höchsten Arbeitsplätze Oberkirchs hat zurzeit der Kranführer auf der Baustelle der Realschule. 55 Meter ist sein Kran hoch und kann so jeden Winkel der Baustelle erreichen. Doch bevor der Kran erstmals zum Einsatz kam, waren erst einige Vorarbeiten nötig. Der bisherige Fahrradabstellplatz wurde verlegt; die Anschlüsse für die künftigen Ver- und Entsorgungsleitungen wurden gelegt; die neue Rampe, die jetzt als Baustraße genutzt wird und später der Anlieferung dient, sowie ein provisorischer Schulhof wurden angelegt.
 
Bis zu den gerade beendeten Handwerkerferien wurden die Bodenplatte betoniert und die Einschalung für die Kellerwände errichtet. Seit dieser Woche werden die Wände betoniert. Ende September/Anfang Oktober ist dann die Kellerdecke fertig. Der Rohbau wird bis Ende des Jahres stehen. Im November 2020 sieht der Bauzeitenplan vor, dass das neue Gebäude bezugsfertig ist. Über 13 Mio. Euro werden von der Stadt als Schulträger investiert. Neben den rund zehn Millionen Euro für den eigentlichen Neubau, kommen noch 1,025 Mio. Euro für den Umbau der auf dem Gelände beheimateten „Renchtalschule“ des Ortenaukreises, 1,65 Mio. Euro für den Umbau der Realschule, 740.000,- Euro für die Verlegung des Pausenhofs sowie noch 164.000,- Euro für die Verlegung der Werkräume dazu. Knapp 3,1 Mio. Euro erhält die Stadt an Fördermitteln von Kreis und Land zu dem 17 Mio. Euro-Projekt. Für die Sanierung des Bestandsgebäudes der Realschule hat die Stadt in den letzten Jahren bereits rund 3,6 Mio. Euro finanziert.

Oberbürgermeister Matthias Braun, der stellvertretende Hausmeister Jürgen Schwarz und Stefanie Schmid, Leiterin des Sachgebiets
Oberbürgermeister Matthias Braun, der stellvertretende Hausmeister Jürgen Schwarz und Stefanie Schmid, Leiterin des Sachgebiets "Hochbau und Gebäudemanagement" vor der größten Baustelle des Sommers in Oberkirch, der Erweiterung der Realschule.
Alle Bilder: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch

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