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Oberkircher Gemeinderat informierte sich in Südtirol

Artikel vom 06.11.2018

Zu einer Informationsfahrt nach Südtirol hatten sich dieser Tage Oberbürgermeister Matthias Braun, Bürgermeister Christoph Lipps, Mitglieder des Gemeinderates, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie die Fachbereichsleiter aufgemacht. Diese Reise wurde im Vorfeld mit wertvollen Impulsen für Themen verbunden, die in der Oberkircher Ratsarbeit immer wieder auf der Agenda stehen. Interessante Begegnungen und Gespräche mit Experten haben diese Erwartung weit übertroffen.
 
Erste Station der Reise war der Vorarlberger Landtag in Bregenz. Schon seit vielen Jahren bestehen durch die frühere „Bodenseekonferenz“ der Anrainerländer Kontakte zwischen Oberkircher Politikern und Politikern des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. So besuchte der Präsident des Landtags, Harald Sonderegger, im Herbst 2017 das Renchtal und sprach eine Einladung zum Gegenbesuch nach Bregenz aus. Zunächst hieß Präsident Sonderegger die Gäste aus Oberkirch im Plenarsaal des Landhauses willkommen und informierte über die Struktur und politische Arbeit des Vorarlberger Landtags mit 35 Abgeordneten aus fünf Parteien und sieben Regierungsmitgliedern. Im anschließenden Gespräch wurden die Themen Wohnbauförderung und Ländlicher Raum erörtert. Dabei wurde schnell klar, dass die Verantwortlichen in Vorarlberg angesichts vergleichbar hoher Bodenpreise vor ähnlichen Problemstellungen stehen. Breiten Raum in den Gesprächen nahmen auch die  hemen Offenhaltung der Landschaft und Tourismus ein.

Marke Südtirol entdeckt
Nach einer landschaftlich schönen Anreise erreichte die Gruppe gegen Abend Lana in Südtirol, wo einer der Genussmärkte von Pur Südtirol besichtigt wurde. Der Geschäftsführer, Dr. Ulrich Wallnöfer, erläuterte in einem dynamischen Vortrag seine Vision, die am Anfang des Erfolgsmodells aus dem Jahr 2010 stand. Das Prinzip der Pur Genussmärkte besteht in der Förderung des Anbaus, der Produktion und des achtsamen Genusses von Lebensmitteln. Dabei werden Südtiroler Produkte direkt von den Erzeugern bezogen und in mittlerweile vier Genussmärkten verkauft, wobei jeder Markt auch über ein kleines Bistro und eine Weinbar verfügt. Wallnöfer unterstrich dabei, dass es gerade die Einheimischen seien, welche die Märkte besuchen und dort einkaufen. Aus dem ausschließlichen Angebot regionaler und saisonaler Produkte ergebe sich auch eine Chance. Wenn ein Artikel einmal nicht zur Verfügung stehe, erhöhe dies seinen Wert. Durch dieses Prinzip wechsle das Sortiment mit rund 2.000 Bauernprodukten ständig.
 
Am nächsten Tag war die Gruppe in der Handelskammer Bozen zu Gast, in der das Institut IDM Südtirol seinen Sitz hat. IDM hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu fördern, um dabei die Wettbewerbsbedingungen lokaler Unternehmen zu verbessern. Gerade durch gezieltes Tourismusmarketing wird die „Marke Südtirol“ gestärkt und Agrarmarketing für Südtiroler Qualitätsprodukte betrieben. Referent des Vortrags „Dachmarke und Tourismusland Südtirol“ war Martin Bertagnolli, der das aktuelle Südtiroler Tourismus-Logo mit entwickelt hat. Im Mittelpunkt seines Vortrags standen insbesondere die Entstehung des Logos und seine Ableitungen, die inzwischen von rund 3.000 Markenanwendern genutzt werden. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Nutzung von Social Media unterstrich Bertagnolli gerade die Wichtigkeit digitaler Markenanwendungen, um neue und jüngere Zielgruppen anzusprechen.

Informationsfahrt gab Einblicke
Weiterer Programmpunkt der Reise war der Besuch der Kellerei Schreckbichl Colterenzio in Eppan-Girlan. Dort wurde die Gruppe zunächst vom Präsidenten des Vereins Südtiroler Weinstraße, Manfred Vescoli, begrüßt. Der Verein Südtiroler Weinstraße ging im Jahr 2000 aus einem früheren Werbekomitee hervor und vereinigt unter seinem Dach inzwischen sämtliche Tourismusvereine der Region sowie 70 Kellereien. Bei der Kellerei Schreckbichl Colterenzio handelt es sich um einen der jüngsten Weinbaubetriebe Südtirols, der als eine der ersten Genossenschaften gegründet wurden. Der Obmann, Maximilian Niedermayr, stellte den Gästen den Betrieb, an dem 300 Familien beteiligt sind, im Rahmen einer Führung vor. Den Verantwortlichen der Kellerei Schreckbichl Colterenzio war dabei der Name „Oberkirch“ durchaus ein Begriff, da diese sich bereits vor einigen Jahren bei den Oberkircher Winzern über das Thema „Qualitätsmanagement“ informiert hatten. Vor diesem Hintergrund ergaben sich interessante Fachgespräche.
 
Abgerundet wurde die Informationsfahrt durch Stadtbesichtigungen in Bozen und Meran, sowie eine Führung durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff.

Zu Gast im Landtag Vorarlberg in Bregenz: Die Delegation des Oberkircher Gemeinderats um Oberbürgermeister Matthias Braun und Bürgermeister Christoph Lipps. Zum Besuch eingeladen hatte der Landtagspräsident Harald Sonderegger, gemeinsam mit der Direktorin des Landtags, Dr. Borghild Goldgruber-Reiner und Walter Heine von der Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum begrüßte er die Gruppe.
Bild: Sabine Möckl/Landhaus Vorarlberg
Zu Gast im Landtag Vorarlberg in Bregenz: Die Delegation des Oberkircher Gemeinderats um Oberbürgermeister Matthias Braun und Bürgermeister Christoph Lipps. Zum Besuch eingeladen hatte der Landtagspräsident Harald Sonderegger, gemeinsam mit der Direktorin des Landtags, Dr. Borghild Goldgruber-Reiner und Walter Heine von der Abteilung Landwirtschaft und ländlicher Raum begrüßte er die Gruppe.
Bild: Sabine Möckl/Landhaus Vorarlberg

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