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Zusammenlegung der Geburtshilfen zu einer Hauptabteilung

Artikel vom 23.05.2018

Sieben Gründe für eine Zusammenführung am Standort Oberkirch
 
Der Krankenhausausschuss des Ortenaukreises hat bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung eine Zusammenlegung der Geburtshilfen in Oberkirch und Achern zu einer Hauptabteilung beschlossen. Der Kreistag entscheidet in seiner öffentlichen Sitzung am 24. Juli über den Standort der Hauptabteilung. Oberbürgermeister Matthias Braun nennt sieben Gründe für eine Zusammenführung der Geburtshilfen Oberkirch und Achern am Standort Oberkirch.
   
Unstrittig sind die Gründe für eine Zusammenlegung der beiden geburtshilflichen Abteilungen. Denn beide Abteilungen können für sich nicht mehr alleine betrieben werden. Dies sind zum einen personelle Probleme am Ortenau Klinikum Achern und zum anderen die veränderten Versicherungsbedingungen im belegärztlichen Bereich.
 
Die nachfolgenden sieben Gründe sprechen für eine Zusammenlegung am Ortenau Klinikum Oberkirch.
  

1.    Bessere personelle Ausgangssituation

Woher soll das medizinische Personal für eine Hauptabteilung in Achern kommen? Bisherige Bemühungen blieben erfolglos. In Achern hat ein Arzt der Frauenklinik zum Sommer gekündigt. Ein weiterer geht 2020 in Ruhestand.
 
Diese Frage stellt sich natürlich auch für eine Hauptabteilung in Oberkirch. Personell können die die beiden Oberkircher Belegärzte hier weit mehr Dienste leisten als in Achern. Die Oberkircher Belegärzte sind personell die Konstante in der Geburtshilfe der nördlichen Ortenau. Darüber hinaus ist das Belegarztmodell der Oberkircher Geburtshilfe ein Alleinstellungsmerkmal im Ortenauer Klinikverbund.
 

2.    Geringere Kosten

Eine Hauptabteilung ist in Oberkirch ohne Probleme und mit weit geringeren Kosten unterzubringen. Das Kinderzimmer kann zum dritten Kreißsaal umgebaut werden und es werden noch circa fünf Betten benötigt. Baulich hat Oberkirch den Vorteil, dass die Geburtshilfe auf einer Ebene mit den OP-Sälen liegt. In Achern muss dort im Notfall erst der Fahrstuhl benutzt werden.

Zurzeit wird viel über die beschlossene Zusammenlegung der Geburtshilfen in Achern und Oberkirch diskutiert. Sieben gewichtige Gründe sprechen für eine Zusammenführung am Standort Oberkirch.
Zurzeit wird viel über die beschlossene Zusammenlegung der Geburtshilfen in Achern und Oberkirch diskutiert. Sieben gewichtige Gründe sprechen für eine Zusammenführung am Standort Oberkirch.

3.    Zentrale Lage Oberkirchs

Bei einem Wegfall der Oberkircher Geburtshilfe werden die Qualitätsindikatoren des gemeinsamen Bundesausschusses für Geburtshilfen nicht mehr eingehalten. Danach gilt eine flächendeckende Versorgung mit einer Geburtshilfe als gefährdet, wenn durch eine Schließung Pkw-Fahrzeiten von mehr als 40 Minuten notwendig sind, um bis zur nächstgelegenen geeigneten Klinik zu gelangen. Dies wäre dann gerade mit Blick auf das obere Renchtal dann der Fall. Außerdem beträgt die Pkw-Fahrzeit von der Geburtshilfe Oberkirch zur Mutter-Kind-Klinik in Offenburg 20 Minuten und von Achern zur Mutter-Kind-Klinik 26 Minuten. Ganz entscheidend bei Babytransporten im Notfall.
 

4.    Mehr Geburten in Oberkirch

Bei einer Zusammenlegung in Achern würden die Patientenströme mehr nach Offenburg zur Mutter-Kind-Klinik geleitet als nach Achern. Dies führt zu einem Rückgang der Geburten in der nördlichen Ortenau und zu einer Mehrbelastung der Klinik in Offenburg, die jetzt schon überlastet ist.
 

5.    Vorbildliche Kooperation

Die Kooperation zwischen den Anästhesisten, Kinderärzten, Hebammen und Belegärzten funktioniert in Oberkirch vorbildlich. In Oberkirch sind Kinderärzte vor Ort während der Praxisöffnung im Notfall abrufbereit. Außerdem werden von den Kinderärzten in Oberkirch die Vorsorgeuntersuchungen (»U«) im Krankenhaus angeboten.
 

6.    Sehr beliebte Geburtshilfe in Oberkirch

Auch nach der Schließung der Geburtshilfe in Bühl hat Oberkirch mehr Geburten als Achern: 2016 Oberkirch 572, Achern 397; 2017: Oberkirch 560, Achern 471 und 2018 (bislang): Oberkirch 171, Achern 141.
 

7.    Kein „Hauruck-Verfahren“

Der schnelle Wechsel auf Achern als einziger Standort für eine Hauptabteilung der bisherigen Standorte Oberkirch und Achern ist nicht machbar. Es gibt derzeit kein Szenario, wie eine Hauptabteilung in Achern eingerichtet und bewältigt werden kann. Eine Zusammenlegung drängt zeitlich. Deshalb ist Oberkirch zu bevorzugen, da Acherner Geburtshilfe „nur einziehen“ müsste.
 

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