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Einweihung umgebautes Feuerwehrhaus Ödsbach

Artikel vom 07.08.2017

Vorfreude auf kommendes Löschfahrzeug
 
Das umgebaute Feuerwehrhaus der Abteilung Ödsbach wurde am 6. August offiziell eingeweiht. Das erweiterte Gerätehaus bietet den 26 Mitgliedern der Abteilung eine zeitgemäße Heimstatt. Vorfreude auf kommendes Löschfahrzeug.
 
„Fire and ice“ – mit diesem Titel stimmte die Trachtenkapelle Ödsbach unter der Leitung von Jürgen Kimmig auf den offiziellen Teil der Einweihung ein. Ortsvorsteher Karl Gieringer konnte dazu Oberbürgermeister Matthias Braun, die Mitglieder des Ortschaftsrates sowie Vertreter der Gemeinderatsfraktionen und befreundeter Feuerwehrabteilungen begrüßen. In seiner Begrüßung erinnerte Ödsbachs Ortsvorsteher daran, dass bereits vor zehn Jahren auf den Umbau des Gebäudes hingewiesen wurde, wenn der Ersatz für das bislang genutzte Feuerwehrfahrzeug ansteht. Der Platz reicht schlicht nicht für die Feuerwehrkameraden aus. Damit sich diese ihre Feuerwehrausrüstung anziehen können, muss erst das Fahrzeug vor die Garage gefahren werden. Ansonsten ist es einfach zu eng. „Der Ortschaftsrat war vom Um- und Ausbau überzeugt“, erinnerte Gieringer in seinem Grußwort. Daher habe man sich sehr gefreut, als die notwenigen Haushaltsmittel durch den Gemeinderat bewilligt wurden und die Baumaßnahme umgesetzt wurde.
 
Stadtpfarrer Lukas Wehrle segnete die Räume und ein neues Kruzifix für die Abteilung. „Gerne bitte ich um den Segen, damit die Feuerwehrleute mit Gottes Schutz zum Schutz anderer aufbrechen“, betonte Pfarrer Wehrle. Oberbürgermeister Matthias Braun dankte für die Geduld der Kameraden bis zur Realisierung des Umbaus. „Am Ende zählt das Ergebnis, dies kann sich sehen lassen“, bilanzierte das Stadtoberhaupt. Partner bei der Umbaumaßnahme der Stadt war das Renchener Architekturbüro Rolf-Dieter Schink. „In den vergangenen fünf Jahren hat die Stadt Oberkirch allein 3,5 Mio. Euro in die Feuerwehr investiert“, erläuterte der Oberbürgermeister das große Engagement der Stadt für eine gute Ausstattung ihrer Feuerwehren. Die Gesamtkosten des Umbaus belaufen sich auf rund 310.000 Euro, inklusiver 30.000 Euro für Arbeiten am angrenzenden Schulgebäude. Das Land hat die Baumaßnahme mit 39.000 Euro unterstützt.
 
Stadt investiert in Ausstattung
 „Die freiwillige Feuerwehr ist unverzichtbar für die Sicherheit ihrer Mitbürger.“ Der Feuerwehrbedarfsplan „2012+“ der Großen Kreisstadt sei ein Bekenntnis zu den Abteilungen der Großen Kreisstadt. „Gerade der Standort des Gerätehauses im Zentrum der Ortschaft ist aus feuerwehrtechnischer Sicht optimal“, erinnerte Oberbürgermeister Braun. „Der Bereich Alm als auch alle Seitentäler von Ödsbach können schnell angefahren werden.“ Er erinnerte auch daran, dass der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auch die Gelder für den Kauf eines mittleren Löschfahrzeugs (MLF) bewilligte. Das MLF wird ein über 40 Jahre altes Vorgängerfahrzeug ersetzen, was nur noch unter hohem finanziellem und fahrzeugtechnischem Aufwand einsatzfähig gehalten werden kann. Die Ausschreibung des neuen Fahrzeugs erfolgt noch.
 

Ausdrücklich kein "Ruhebänkle" übergaben die Feuerwehrkameraden von Lautenbach den Ödsbacher Kameraden. Zur Probe nahmen Platz, von links: stellvertretender Abteilungskommandant Josef Huber, Pfarrer Lukas Wehrle, Ortsvorsteher Karl Gieringer, Oberbürgermeister Matthias Braun sowie Kreisbrandmeister Bernhard Frei; hintere Reihe stehend: Lautenbachs Feuerwehrkommandant Andreas Müller und Stadtbrandmeister Florian Retsch.
Ausdrücklich kein "Ruhebänkle" übergaben die Feuerwehrkameraden von Lautenbach den Ödsbacher Kameraden. Zur Probe nahmen Platz, von links: stellvertretender Abteilungskommandant Josef Huber, Pfarrer Lukas Wehrle, Ortsvorsteher Karl Gieringer, Oberbürgermeister Matthias Braun sowie Kreisbrandmeister Bernhard Frei; hintere Reihe stehend: Lautenbachs Feuerwehrkommandant Andreas Müller und Stadtbrandmeister Florian Retsch.

Informationen zum Umbau
 
Für den Um- und Ausbau des bisherigen Gerätehauses an der Grundschule Ödsbach waren umfangreiche Arbeiten auszuführen. Die Planungen dafür wurden durch das Architekturbüro Rolf-Dieter Schink vorgenommen.
 
Durch das neu zu beschaffende Fahrzeug MLF (Mittleres Löschfahrzeug) war klar, dass die Bestandshalle in ihrer Tiefe nicht ausreicht. Daher mussten die Toilettenanlagen weichen. Für die Vergrößerung der Garage war der Einbau einer Stahlkonstruktion zur Unterstützung der Deckenkonstruktion einschließlich Fundamente nötig.
 
Insgesamt wurden die nachfolgenden Arbeiten in dem Bereich ausgeführt:
 
- Einbau einer Brandschutzdecke
- zwei neue Toranlagen
- Einbau neuer Estrich mit Epoxidharzbeschichtung
- Einbau Abgasabsaugungsanlage für zwei Fahrzeuge
- Festinstallierte Kompressoranlage
- Einbau einer Stiefelwaschanlage
- Komplett neue Elektroinstallation einschließlich neue Belichtung mit Aufschaltung im Alarmierungsfall und Notbeleuchtung, Einbau einer Alarmsteuerung
- Herstellung Stromentnahmestellen im Bereich der Werkbank einschließlich Akkuladestation
- Notstromeinspeisemöglichkeit von Außen
- Programmierbarer Raumlüfter zur Reduzierung der Feuchtigkeit in der Fahrzeuggarage
- Herstellung von separatem Heizkreislauf für die Räume der Feuerwehr, somit muss nicht das ganze Gebäude bei Proben oder Alarmierungen geheizt werden
- Neuer Putz an den Innenwänden
- Fliesenbelag im Kabinentrakt
- Malerarbeiten an den Decken und Türen, sowie im Außenbereich
- Anpassung und Herstellung von neuer Zufahrtsrampe
- Neue Kanalanschlüsse hergestellt
- Einbau neuer Fenster und Türen
- Auftragen eines neuen Außenputzes im Neubaubereich
 
Die Kameraden und die Kameradin können sich künftig abgasfrei in einer extra Umkleide anziehen und bekommen über das Alarmdisplay (Anzeigetableau EuroBOS) alle Informationen übertragen. Eine Alarmschaltung ermöglicht die Umkleiden, Hallen und Außenbereiche auszuleuchten. Der Umkleidebereich beinhaltet eine Fußbodenheizung und eine ständige Lüftungsmöglichkeit zur Kleider- und Stiefeltrocknung, neue Spinde. Zudem wurde ein kleines Büro geschaffen, um den anfallenden Schriftverkehr zu erledigen als auch die Alarmfaxe entgegen zu nehmen.
 
Im ersten Obergeschoss der Grundschule wurde in Absprache mit der Schulleitung die Möglichkeit eines Unterrichtsraumes geschaffen. Eine kleine Teeküche ermöglicht zudem eine Versorgung der Einsatzkräfte während größeren Lagen. Ein Beamer, eine Projektionswand als auch das übernommene Mobiliar garantiert nun einen Theorieunterricht mit ausreichend Platz und Technik.

Den Schlüssel für das umgebaute Feuerwehrgerätehaus übergab Oberbürgermeister Matthias Braun am Sonntagvormittag an den stellvertretenden Abteilungskommandanten Josef Huber.
Den Schlüssel für das umgebaute Feuerwehrgerätehaus übergab Oberbürgermeister Matthias Braun am Sonntagvormittag an den stellvertretenden Abteilungskommandanten Josef Huber.

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