Kreisstadt Oberkich

Seitenbereiche

Untermenü

Neujahrsempfang der Großen Kreisstadt

Artikel vom 11.01.2023

Letzter Neujahrsempfang für Oberbürgermeister Matthias Braun
 
Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause konnte Oberbürgermeister Matthias Braun gemeinsam mit seiner Frau am Sonntag, 8. Januar 2023, die Gäste des Neujahrsempfangs der Stadt Oberkirch begrüßen. Über 500 Personen waren seiner Einladung gefolgt. Politiker, Würdenträger, Vertreter der Kirchen, der Wirtschaft, der Behörden, der Vereine, Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich um die Stadt in vielen Bereichen besonders engagieren und sogar Freunde aus den Partnerstädten waren in die Erwin-Braun-Halle gekommen. Angeführt wurde die Liste der Ehrengäste von dem FDP-Bundestagsabgeordneten Martin Gassner-Herz, dem Landtagsabgeordneten Bernd Mettenleitner (Grüne) sowie dem Landtagsabgeordneten und Minister a.D. Willi Stächele (CDU).

Oberbürgermeister Matthias Braun konnte gemeinsam mit seiner Frau Andrea Vertreter aus der Politik, der Kirchen, der Wirtschaft, der Behörden, der Vereine, Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich um die Stadt in vielen Bereichen besonders engagieren und sogar Freunde aus den Partnerstädten in der Erwin-Braun-Halle begrüßen. Die Aufnahme zeigt sie zusammen mit Vertretern aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik.
Oberbürgermeister Matthias Braun konnte gemeinsam mit seiner Frau Andrea Vertreter aus der Politik, der Kirchen, der Wirtschaft, der Behörden, der Vereine, Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich um die Stadt in vielen Bereichen besonders engagieren und sogar Freunde aus den Partnerstädten in der Erwin-Braun-Halle begrüßen. Die Aufnahme zeigt sie zusammen mit Vertretern aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik.

„Ich freue mich, dass wir nach der trostlosen und einschränkenden Zeit der Pandemie wieder zusammenkommen und uns begegnen können“, unterstrich Oberbürgermeister Braun am Anfang seiner Rede. Gleich zu Beginn ging er darauf ein, dass 2023 für die Stadt und ihn ein besonderes Jahr sei. Nach 24 Jahren scheidet Braun am 28. Februar auf eigenem Wunsch aus dem Amt des Oberbürgermeisters aus. „Ich bin froh, dass die Oberkircher Wählerinnen und Wähler einen geeigneten Nachfolger gewählt haben, was für mich, der ich mit der Amtsübergabe 24 Jahre in der Verantwortung stand und dem die Stadt mit ihren Ortschaften sehr ans Herz gewachsen ist, eine Beruhigung darstellt“, unterstrich Oberbürgermeister Braun. „Ich bin mir sicher und ich vertraue darauf, dass es in Oberkirch gut weitergeht.“
 
Globale Krisen schlagen auf die lokale Ebene durch
In seiner letzten Neujahrsrede verdeutlichte Oberbürgermeister Braun die Auswirkungen von globalen Krisen auf die lokale Ebene. „Wenn ich die vergangenen 24 Jahre mit großer Dankbarkeit Revue passieren lasse, dann stelle ich fest, dass dies nichts Neues ist, sondern dass immer Krisen überstanden und Herausforderungen angenommen werden mussten. Ich denke nur an die Eurokrise, die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, die Flüchtlingskrise 2015, Corona und die sogenannte „Zeitenwende“, in der wir uns aktuell befinden. Immer war es wichtig und hilfreich, zuversichtlich zu bleiben.“

Bei der Bewältigung der genannten Krisen haben die Kommunen Land auf Land ab ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Bund und Länder würden jedoch Versprechen gegenüber den Bürgern abgeben, die für die Städte und Gemeinden weitreichende Folgen hätten. „Sie stellen Anforderungen an uns Kommunen, die schon alleine personell schier nicht mehr erfüllbar sind, bei den Kitas, der Ganztagesbetreuung an Grundschulen, beim Wohngeld, der Flüchtlingsunterbringung und vielem mehr“, sprach Braun ein Dilemma auf Seiten der Kommunen deutlich an. „Und für mich stellt sich auch tatsächlich die Frage, wer das alles noch bezahlen soll.“
 
Finanzsituation der Großen Kreisstadt erholt sich
Die krisenhaften Entwicklungen machen sich auch im Haushalt der Stadt Oberkirch bemerkbar. Das Gewerbesteueraufkommen betrug 2022 16,3 Millionen Euro und lag damit 2,7 Millionen Euro hinter den Erwartungen des kommunalen Haushalts zurück. „Die Aussichten, in diesem Jahr die Planerwartungen in Höhe von 19,2 Millionen Euro zu erreichen sind aber sehr gut. Denn nach der Jahressollstellung des Rechenzentrums liegen wir heute, also am Anfang des Jahres, schon bei 16,7 Millionen Euro.“ Die gute Einnahmesituation spiegele dabei die Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaft wieder. Doch trotz dieser positiven Zahlen, belaste die hohe Inflation auch den Haushalt der Stadt. „Beispielsweise im Bereich der Energiekosten, die im Haushalt mit rund einer Millionen Euro zu Buche schlagen, ist im Jahr 2023 mit einer Verdoppelung der Kosten zu rechnen“, verdeutliche das Stadtoberhaupt die aktuelle Preissteigerung. Im Baubereich liegt die Preissteigerung bei 30 Prozent. „Daher bin ich froh, dass wir in das Großprojekt Hans-Furler-Gymnasium eingestiegen sind und dieses zügig vorantreiben“, unterstrich das Stadtoberhaupt. Denn es sei um den Faktor Zehn wirtschaftlicher, das Projekt jetzt mit Darlehen zu finanzieren, als zu warten und zu sparen, während die Baukosten davongaloppieren.

Mit zahlreichen Folien illustrierte das Stadtoberhaupt seine Neujahrsansprache.
Mit zahlreichen Folien illustrierte das Stadtoberhaupt seine Neujahrsansprache.

Stadt investiert kräftig in Angebote und Infrastruktur
Seit dem letzten Neujahrsempfang im Jahr 2020 konnte die Stadt viele Investitionen tätigen, insbesondere im Bildungsbereich bei den Kindergärten und Schulen. „Wir reagieren damit auch auf die erfreuliche Entwicklung der Geburten. Es war mir aber auch immer wichtig, dafür zu sorgen, dass die Stadt als Schulträgerin in die zeitgemäße Ausstattung der Kindergärten und Schulen investiert, einmal um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch weiter gewährleisten zu können, weil gerade auch unser Arbeitsmarkt danach verlangt und zum anderen wissen wir, dass Bildungswettbewerb auch Standortwettbewerb ist, wofür der Grundstein eben in den Kindergärten und Schulen gelegt wird“, stellte Braun klar. So konnte inzwischen der neue Anbau am Kindergarten „Sr. Giovanna“ im Krautschollen und die Erweiterung des Kindergartens in Stadelhofen eingeweiht werden. In Bottenau entsteht ein weiterer Naturkindergarten und der Kindergarten „Maria Goretti“ in Haslach-Tiergarten wird für die Betreuung der unter drei-Jährigen modular erweitert. In Nußbach entsteht derzeit ein neuer fünf-gruppiger Kindergarten und danach steht die Generalsanierung und die Erweiterung des evangelischen Kindergartens „Käthe Luther“ in der Kernstadt an. Die Sanierung und Erweiterung der Realschule ist abgeschlossen. Außerdem wurden die Schulen in Bottenau und Haslach saniert. Die Schule in Ödsbach wird noch saniert. Ein ganz besonderer Schulstart erfolgte am Hans-Furler-Gymnasium nach den Herbstferien. Mit dem Wechsel vom ersten zum zweiten Bauabschnitt der Generalsanierung konnten elf neue Schulräume an die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte übergeben werden. Bis Sommer 2024 werden die Arbeiten abgeschlossen und mehr als 30 Millionen Euro in die Generalsanierung investiert worden sein.

Pfarrer Roland Kusterer sprach auch im Namen von Stadtpfarrer Markus Fischer als Vertreter der kirchlichen Gemeinden Oberkirchs seine Segenswünsche für die Einwohner der politischen Gemeinde aus.
Pfarrer Roland Kusterer sprach auch im Namen von Stadtpfarrer Markus Fischer als Vertreter der kirchlichen Gemeinden Oberkirchs seine Segenswünsche für die Einwohner der politischen Gemeinde aus.

„Vieles, was wir in Oberkirch auf den Weg gebracht haben, wirkt über meine Amtszeit hinaus und in die Amtszeit meines Nachfolgers hinein“, schilderte Braun den Gästen in der Erwin-Braun-Halle. Die Fertigstellungen des Kindergartens in Nußbach, der „Rebberghalle“ in Bottenau, der Umbau des Pflegeheims „St. Josef“, der Bau der Ortsumfahrung Zusenhofen-Nußbach sowie des Windparks auf der Hummelsebene sind dabei die markantesten Projekte.
 
So ist schon Vieles auf den Weg gebracht worden. „Dafür darfst aber Du, lieber Gregor (Bühler), auch bald viel einweihen und – es bleiben selbstverständlich noch genügend Handlungs- und Entscheidungsspielräume. Ja, es braucht immer wieder auch neue Impulse und Beiträge aus der Politik vor Ort, der örtlichen Wirtschaft und unserer Stadtgesellschaft insgesamt, um unsere Stadt erfolgreich weiterzuentwickeln“, schloss Oberbürgermeister seine knapp einstündige Rede, die mit viel Beifall von den Gästen aufgenommen wurde.

Die Stadtkapelle Oberkirch unter der Leitung von Zeno Peters zog die Gäste mit ihren Beiträgen in den Bann. Viel Applaus spendeten die Gäste den Musikerinnen und Musikern, welche diesmal durch zwei Cellisten verstärkt wurden und somit eine zusätzliche Klangfarbe erhielten.
Alle Bilder: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch
Die Stadtkapelle Oberkirch unter der Leitung von Zeno Peters zog die Gäste mit ihren Beiträgen in den Bann. Viel Applaus spendeten die Gäste den Musikerinnen und Musikern, welche diesmal durch zwei Cellisten verstärkt wurden und somit eine zusätzliche Klangfarbe erhielten.
Alle Bilder: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch

Den Segensgruß für die weltliche Gemeinde zum neuen Jahr überbrachte diesmal Pfarrer Roland Kusterer. Für seine Segenswünschen griff er das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhoeffer auf. Bonhoeffer schrieb die Zeilen in einem Brief im Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamts in Berlin im Dezember 1944 nieder. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang auf gewohnt fulminante Weise von der Stadtkapelle Oberkirch unter der Leitung von Zeno Peters, wofür es auch viel Applaus von den Zuhörern im Saal gab. Für eine zusätzliche Klangfarbe sorgten an dem Abend die beiden Cellisten Johannes Kiefer und Anne Schmidt-Heinrich, welche die Stadtkapelle beim Neujahrsempfang ergänzten. Die Stadt Oberkirch lud im Anschluss ihre Gäste noch zu einem Umtrunk ein. Dort bestand noch reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Bilder zum diesjährigen Neujahrsempfang finden sich auch in einer eigenen Galerie auf www.oberkirch.de.
 

Volltextsuche

Kontakt

Stadtverwaltung Oberkirch

Eisenbahnstraße 1
77704 Oberkirch

Tel.: 07802 82-0
Fax: 07802 82-550

E-Mail schreiben