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Regeln der Alarmstufe II bleiben bestehen

Artikel vom 13.01.2022

Land befürchtet rasante Verbreitung von Omikron
 
Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann über das weitere Vorgehen des Landes zur Eindämmung der Corona / COVID-19-Pandemie. Die Regelungen der Alarmstufe II bleiben trotz des kurzfristigen Rückgangs der Belegung der Intensivbetten unter den Schwellenwert von 450 bestehen. Das Land erwartet wieder ansteigende Inzidenzen und damit auch ein Wiederanstieg der Belastung der Krankenhäuser.
 
Nachdem man die Ausbreitung der Delta-Variante in den Griff bekommen habe, sei nun die Omikron-Welle da. Der Rückgang der Infektionen ist gestoppt, die Inzidenz steigt wieder. Omikron verbreite sich in Deutschland rasant und lasse die Infektionszahlen explosionsartig in die Höhe schießen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwartet wieder vermehrt Menschen in den Krankenhäusern.
 
Die Verantwortlichen in Stuttgart erwarten trotz der milderen Krankheitsverläufe bei Omikron wieder mehr Patienten in den Krankenhäusern. Das Robert-Koch-Institut schätze die Gefahr einer Erkrankung gerade für Nichtgeimpfte sehr hoch ein. „Durch die gleichzeitig vermehrten Ansteckungen werde auch mehr Personal in den Krankenhäusern und der kritischen Infrastruktur fehlen. Daher wird das Land bei jetzt wieder steigenden Inzidenzen, die Regelungen nicht lockern. Es bleibt bei der Alarmstufe II.

Neue Vorgaben gelten bereits ab 12. Januar
Baden-Württemberg friert aus diesem Grund die Maßnahmen der Alarmstufe II bis zum 1. Februar 2022 ein, die dann unabhängig von der Auslastung der Intensivbetten und der Hospitalisierungsinzidenz bestehen bleiben. Das hat das Landeskabinett am Dienstag, 11. Januar 2022, beschlossen.
 
Angepasst wird in der neuen Corona-Verordnung, die am 12. Januar 2022 in Kraft tritt, auch die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. In Innenbereichen mit Maskenpflicht müssen Personen ab 18 Jahren eine FFP2 oder vergleichbare Maske tragen – beispielsweise KN95-/N95-/KF94-/KF95-Masken. Dies gilt nicht für den öffentlichen Verkehr und in Arbeits- und Betriebsstätten. Hier gelten weiter die vom Bund gesetzten Regeln. Zudem gilt die Sperrzeit für die Gastronomie nun von 22:30 bis 6:00 Uhr.
 

Quarantäne für Kontaktpersonen verkürzt und vereinfacht
Mit Blick auf die rasante Verbreitung der Omikron-Variante und den Erhalt der Arbeitsfähigkeit der kritischen Infrastruktur verkürzt und vereinfacht das Land dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz entsprechend außerdem die Quarantäne für Kontaktpersonen. Ziel ist dabei die Regeln der Corona-Verordnung Absonderung einerseits zu vereinfachen und andererseits massenhafte Ausfälle vor allem von Beschäftigten der kritischen Infrastruktur zu verhindern.
 
Wichtig ist, dass die Absonderung erst durch einen Test vorzeitig beendet werden kann. Denn auch wenn bei der Omikron-Variante häufig von vermeintlich milderen Verläufen die Rede ist, sollten die Menschen im Land auf keinen Fall zu leichtfertig werden. Die Menschen sind deshalb auch weiterhin unbedingt aufgerufen, bei Symptomen sofort einen Corona-Test zu machen, Kontakte drastisch zu reduzieren und sich vorsorglich zu isolieren.

Das bedeutet die Anpassung für Infizierte konkret:

  • Positiv getestete Personen / Infizierte können die Absonderung - ohne vorherige Freitestung - nun einheitlich nach zehn Tagen beenden.
  • Ab Tag sieben der Absonderung ist eine Freitestung mit PCR- oder Antigentest möglich.
  • Für Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen et cetera gilt: Wiederbetreten der Arbeitsstätte erst ab Tag sieben mit negativem PCR-Test sowie nach 48 Stunden Symptomfreiheit.

 
Für Kontaktpersonen gilt: 

  • Ohne Freitestung: ebenfalls zehn Tage Absonderung
  • Ab Tag sieben Freitestung ebenfalls möglich
  • Für Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen ist Freitestung bereits ab Tag fünf möglich
  • Frisch genesene oder frisch geimpfte Personen - bis maximal drei Monate nach Infektion beziehungsweise Impfung - sowie Personen mit Auffrischungsimpfung sind von der Pflicht zur Absonderung befreit.

 
Schülerausweise gelten weiter als Testnachweis
Die Landesregierung verlängert in diesem Zusammenhang auch die Regelung, dass Schülerausweise über den 1. Februar hinaus als Testnachweis gelten. Auch nichtgeimpfte Jugendliche haben damit im Februar noch die Möglichkeit, ohne weitere Testung Zutritt zu Bereichen zu bekommen, in denen 3G, 2G oder 2G plus gilt. Mittelfristig werden die Ausnahmen für die über zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler aber auslaufen und nur die Impfung ermöglicht in der Zukunft sicher eine Teilhabe.

Weitere Informationen
Die aktuelle Corona-Verordnung steht auf der Internetseite des Landes zur Verfügung: www.baden-wuerttemberg.de/

Eine Übersicht mit allen Vorgaben des Landes als pdf-Datei gibt es hier: 

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