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Karl Gieringer als Ortsvorsteher verabschiedet

Artikel vom 05.11.2019

Geschätzter und beliebter Kommunalpolitiker mit Weitblick
Ödsbach verabschiedet langjährigen Ortsvorsteher Karl Gieringer und führt seinen Nachfolger Thomas Maier in sein neues Amt ein.
 
Unermüdlicher Kämpfer für Ödsbach, engagierter Vereinsmensch, zuverlässiger Partner und humorvolle Persönlichkeit – mit diesen und weiteren Attributen für Karl Gieringer würdigten Stadt, Ortschaftsrat und die Ödsbacher Vereine am vergangenen Freitag das jahrzehntelange Wirken des Kommunalpolitikers. 28 Jahre lang war Karl Gieringer Ortsvorsteher von Ödsbach. Bei der Kommunalwahl 2019 hatte er nicht wieder für das höchste Amt im Ortsteil kandidiert. Am Freitagabend wurde er in der Mooswaldhalle verabschiedet und sein Nachfolger ins Amt eingeführt.  
Die Bühne der Mooswaldhalle gehörte zunächst den Schulanfängern des Kindergartens. Die Schulanfänger des Kindergartens und ihre Erzieherinnen Iris Schäuble und Miriam Harter dankten dem ehemaligen Ortsvorsteher mit einem Tanz. Zuvor war ein Kind mit einem Schlepper und der Maske des Ortsvorstehers auf die Bühne gefahren, um Gieringers Arbeit als Landwirt deutlich zu machen.  
Nach der Polka „Karl“ des Musikvereins Ödsbach erinnerte Oberbürgermeister Matthias Braun an die Anfänge: Der damals 36-jährige Karl Gieringer war 1991 zum Ortsvorsteher gewählt worden. Elf Jahre im Ortschaftsrat und sieben im Gemeinderat hatte er damals schon hinter sich. Er war damals schon stellvertretender Ortsvorsteher. Gieringer wird  sich noch nicht ganz aus der Kommunalpolitik verabschiedet: Er sitzt für die CDU weiter im Gemeinderat der Stadt Oberkirch.  
 
Ortsgeschichte geschrieben
Für Oberbürgermeister Matthias Braun geht mit dem Rückzug von Karl Gieringer eine kommunalpolitische Ära zu Ende. „39 Jahre Ihres Lebens haben Sie sich der Kommunalpolitik vor Ort den Bürgerinnen und Bürger von Ödsbach gewidmet oder besser gesagt, verschrieben. 39 Jahre Ehrenamt. 39 Jahre Einsatz für die res publica.“, würdige Braun die Verdienste von Gieringer. Braun weiter: „Die Zeit von Karl Gieringer als Ortsvorsteher war geprägt von einem guten Miteinander mit dem Ortschaftsrat, den Einwohnern, der Verwaltung und dem Gemeinderat“. Der Oberbürgermeister zollte dem Wirken des scheidenden Ortsvorstehers und Ortschaftsrates große Anerkennung und Respekt. Die Ortschaft habe sich während seiner Amtszeit als Ortsvorsteher im Verbund mit der Gesamtstadt hervorragend entwickelt, betonte Braun und verwies auf eine erfolgreiche Bilanz seiner Arbeit. Die reichte vom Bau der Mooswaldhalle über die Bewältigung von Herausforderungen wie dem Hochwasser 1994 und dem Orkan „Lothar“ 1999 bis zur Sanierung des umfangreichen Wegenetzes, dem Radweg als Verbindung zur Kernstadt und die Sanierung der Ortsverwaltung. 
 
Alle Aufgaben und Projekte seiner Amtszeit könne er gar nicht aufzählen, so Braun. Er fasste sie aber in einer Zahl zusammen: Seit 1991 wurden in Ödsbach zwölf Millionen Euro investiert. Obwohl er als Landwirt auch beruflich gefordert war, engagierte sich Gieringer neben dem Einsatz in der Kommunalpolitik auch über 40 Jahre lang im Musikverein seines Heimatortes.
„Sie haben ein wesentliches Kapitel der Ortsgeschichte geschrieben, und es ist ein sehr erfolgreiches Kapitel geworden“, fasste der Oberbürgermeister zusammen. Als Geschenk überreichte er Gieringer das Glaswappen der Stadt Oberkirch. 
 
Glückwünsche an den Nachfolger Thomas Maier
Anschließend wünschte Braun Ödsbachs neuem Ortsvorsteher Thomas Maier alles Gute: „Es ist ein verantwortungsvolles Amt und eine schöne Aufgabe, für die Mitbürgerinnen und Mitbürger da zu sein und de Entwicklung einer Ortschaft mitgestalten zu dürfen.“ Eine gute Grundlage und ein guter Start sei das wohlbestellte Feld, das Karl Gieringer seinem Nachfolge hinterlasse.
Mit dem Ödsbacher Heimatlied setzte der Kirchenchor das Programm fort. Brauns Vorgänger Willi Stächele MdL dankte Gieringer für Verlässlichkeit, Gradlinigkeit, Humor und Gottvertrauen – alles Eigenschaften, mit denen er sich für Ortschaft und Gesamtstadt einsetzte. Er sei menschlich ein Vorbild für viele.
 
Für die Ortsvorsteher dankte Konrad Allgeier für das unkomplizierte Miteinander: „Es muss dir Spaß gemacht haben, dass du dieses Amt so lange ausgeübt hast.“ Jetzt habe Gieringer Zeit, sich seinen Hobbys zu widmen, dem Skifahren und dem Mountainbiken. Den Dank der Pfarrgemeinde überbrachte Pfarrer Lukas Wehrle. Für den Ortschaftsrat und die Vereine gratulierten Elvira Hoog und Bärbel Käshammer.


Überwältigt, gerührt und sprachlos war Gieringer nach seinen Worten von den Vorrednern und den musikalischen Beiträgen und den Auftritt des Kindergartens. Abseits von Parteipolitik gab es stets ein gutes Miteinander im Ortschaftsrat. Sein Dank ging an alle, die ihn in all den Jahren begleitet und unterstützt hatten.

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