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Kritische Infrastruktur der Stadt für Omikron gerüstet

Artikel vom 26.01.2022

Einsatzfähigkeit während der Pandemie halten
 
Auch im Ortenaukreis breitet sich die Omikron-Variante schnell aus. Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hat vor einer extremen Belastung des Gesundheitssystems sowie der gesamten kritischen Infrastruktur in dem Zusammenhang gewarnt. Bei der Stadt Oberkirch wurden schon zu Pandemie-Beginn entsprechende Maßnahmen ergriffen.
 
Mit einer schnellen Ausbreitung der Variante geht auch ein Anstieg der Zahl der Erkrankungen einher. In mach einem Krisenszenario wird dabei auch die Einsatzfähigkeit von relevanten Einrichtungen angesprochen. Der städtische Krisenstab hat sich mit dem Schutz der kritischen Infrastruktur vor einem Ausfall schon vor längerem beschäftigt. Deutlich vor dem Auftreten von Omikron wurden solche Planungen schon angestellt.
 
Kläranlage ist gerüstet
„Zur Gewährleistung eines reibungslosen Anlagenbetriebs hat die Stadt Oberkirch als Betreiber der kritischen Infrastruktur "Kläranlage" bereits sehr früh in der Pandemie umfassende Schutzvorkehrungen getroffen“, berichtet Johannes Schulz, Werkleiter der Kläranlage. „In der ersten Pandemiewelle zählte hierzu beispielsweise die Bildung von festen Zwei-Personen-Teams, um nicht erforderliche Begegnungen und somit mögliche interne Infektionsketten auszuschließen.“ Umkleiden und Sozialräume werden maximal zu zweit und mit dem notwendigen Abstand genutzt. Bei nicht vermeidbaren, gemeinsamen Arbeitsschritten wird eine Maske getragen, falls der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Je nach Risikoeinschätzung stehen hierfür medizinische oder FFP2-Masken zur Verfügung. „Hygienevorgaben sind in unserem Berufsbild generell seit jeher wichtig und werden strikt beachtet“, erläutert Johannes Schulz. „So waren für uns Schutzmaßnahmen, wie ein regelmäßiges Händewaschen und die Nutzung von Desinfektionsmitteln bereits vor der Pandemie selbstverständlich. Dennoch wurde zur Sensibilisierung der Belegschaft ein Corona-Notfallplan verfasst, welcher den Betrieb der Kläranlage im Infektionsfall bestmöglich regeln soll.“ Die Belegschaft der Kläranlage testet sich verpflichtend unabhängig vom 3G-Status mehrfach wöchentlich. Zur Schaffung einer weiteren Rückfallebene hat die Stadt Oberkirch mit dem Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Renchtal“ eine gegenseitige Vertretung für den Notfall eines pandemiebedingten Ausfalls der Belegschaft vereinbart. „Diese Rückfallebene musste aber bisher nicht aktiviert werden.“

Johannes Schulz ist Werkleiter der Kläranlage. Durch die entsprechende umsichtige Planung ist Einrichtung gut durch die Corona-Pandemie gekommen.
Johannes Schulz ist Werkleiter der Kläranlage. Durch die entsprechende umsichtige Planung ist Einrichtung gut durch die Corona-Pandemie gekommen.

Aufrechterhaltung des Winterdienstes
„Grundsätzlich gilt für den städtischen Bauhof, dass auch dort die geltenden Regeln zur Pandemie-Bekämpfung durch die Mitarbeiter eingehalten werden, tragen einer Maske, einhalten des Mindestabstand et cetera“, informiert Bauhofleiter Georg Knapps im Gespräch mit dem „Rundblick“. „Sind mehrere Personen in einem Fahrzeug unterwegs, so tragen diese eine Maske. Die Räumfahrzeuge des Winterdienstes sind aber eh stets nur mit dem Fahrer besetzt.“ Die entsprechende Einteilung des Bereitschaftsdienstes für den Winterdienst erfolgt im Herbst und die Bereitschaft besteht dann ab Mitte November. 25 Männer des Bauhofes stehen dann in Rufbereitschaft, damit bei entsprechender Witterungslage der Winterdienst ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. „Von den 25 Bauhofmitarbeitern sind Zehn Fahrer für die städtischen Räumfahrzeuge“, so Georg Knapps.

Beim Winterdienst gibt die Wetterlage unabhängig von der Pandemie-Lage den Einsatzrhythmus vor. Bereits im Herbst erfolgt die Einteilung des Bereitschaftsdienstes.
Beim Winterdienst gibt die Wetterlage unabhängig von der Pandemie-Lage den Einsatzrhythmus vor. Bereits im Herbst erfolgt die Einteilung des Bereitschaftsdienstes.

Feuerwehr stets einsatzbereit
Eine weitere wichtige Einrichtung im Einsatz für die Bürgerschaft ist die Freiwillige Feuerwehr. „Im März 2020 hat die Oberkircher Feuerwehr bereits Maßnahmen ergriffen, um die Einsatzbereitschaft auch während der Corona-Pandemie zu halten“, schildert Marcus Kohler, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch. „So tragen beispielsweise alle Feuerwehrleute bereits bei der gemeinsamen Anfahrt zum Einsatzort eine FFP2-Maske.“ In den Gruppenfahrzeugen, die üblicherweise mit neun Personen besetzt sind, fahren nun sechs Feuerwehrleute mit. Konsequent werde im Freien der Mindestabstand eingehalten und FFP2-Masken getragen. Bei der Unterstützung von Rettungsdiensten, etwa bei der Öffnung von Türen, erfolge eine Risikoabschätzung und neben einer FFP2-Maske werde gegebenenfalls noch ein Schutzanzug getragen. Der Eigenschutz sei anspruchsvoller geworden, da eigentlich überall ein Kontakt mit einer an Corona / COVID-19 infizierten Person erfolgen kann. „Die Rettung / Hilfe von Personen hat aber weiterhin höchste Priorität“, unterstreicht Marcus Kohler. Mit Blick auf das Auftauchen der Omikron-Variante wurde erst einmal der Übungsdienst bei der Feuerwehr Oberkirch eingestellt, damit nicht unnötige Infektionsmöglichkeiten unter den Feuerwehrkameraden geschaffen werden. Sollte es bei den Feuerwehren des Tales zu größeren Ausfällen unter den Feuerwehrleuten kommen, dann gibt es auch für diesen Bereich entsprechende Kooperationen, dass aus den Nachbarorten Kameraden anrücken.

Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr hatte schon in vor-Corona-Zeiten einen hohen Stellenwert genossen. Kommandant Marcus Kohler hat entsprechende Maßnahmen ergriffen, dass dies auch weiterhin so ist.
Alle Bilder: Archiv
Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr hatte schon in vor-Corona-Zeiten einen hohen Stellenwert genossen. Kommandant Marcus Kohler hat entsprechende Maßnahmen ergriffen, dass dies auch weiterhin so ist.
Alle Bilder: Archiv "Rundblick"

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