Kreisstadt Oberkich

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Information für Haus- und Grundstückseigentümer zur Gefahrenabwehr

Oberkirch war insbesondere 2013 und 2014 von extremen Niederschlagsereignissen betroffen, aber auch 2016 gab es eine ganze Serie von Starkniederschlagsereignissen. Im gesamten Land nehmen Hochwasser und extremer Starkregen zu. Die Anzahl der Tage mit einer Niederschlagsmenge von mehr als 25mm Regen pro Tag stieg im Schwarzwald etwa von acht auf 14 im Jahr.

Alleine bis Ende Juni 2016 gab es schon zehn solcher Tage in Oberkirch. Auch die durchschnittliche Niederschlagsmenge ist in Baden-Württemberg auf 949mm angestiegen. Neu ist für die Gemarkung von Oberkirch, dass Probleme durch großflächig abfließendes Wasser entstehen. „Von Seiten der Stadt wird ein nachhaltiger Hochwasserschutz betrieben“, erklärt Oberbürgermeister Matthias Braun. So werden die Vorfluter leistungsfähig gehalten, Bachschauen regelmäßig durchgeführt und die Hochwassersicherheit weiter erhöht. „Auch die Kanalsanierung in der Appenweierer Straße ist ein Baustein des Schutzkonzeptes, mit der Aufdimensionierung des Kanals für das Oberflächenwassers“, erläuterte das Stadtoberhaupt eine der markantesten Maßnahmen in der Kernstadt. „Allein 20 Mio. Euro wurden in den letzten Jahren in die Kanalisation der Gesamtstadt investiert“.

Konzeptionelles Vorgehen

Gerade im Jahr 2014 kam es durch Hochwasser zu erheblichen Schäden auf der Gemarkung von Oberkirch. Daher hatte sich die Große Kreisstadt dazu entschlossen eine spezielle Konzeption zum Schutz vor Hochwasser zu entwickeln. Diese wird 2017 vorgestellt. Denn erst Anfang 2017 werden Hochwassergefahrenkarten des Landes vorliegen, die in die Konzeption Eingang finden. „Es gibt keine punktuelle Maßnahmen“, erläuterte Stadtbaumeister Bercher. „Sondern ein konzeptionelles Vorgehen.“ Daher greifen die ersten Maßnahmen bereits in der Fläche, indem Vorfluter weiter leistungsfähig gehalten werden. In der Vergangenheit wurden bereits die Rückhaltebecken „Erbmatt“ und „B28 / Zusenhofen“ angelegt. Auch die Aufdimensionierung von Gewässern gehört zu den durchgeführten Maßnahmen, so wurden beispielsweise Stangenbach, Weidenbach und Reichenbächle geräumt.

Die öffentliche Hand ist dabei nicht alleine für eine Minimierung der Risiken zuständig. Auch die Bauherrn und Hauseigentümer werden in die Konzeption einbezogen, denn deren Information über den vorbeugenden Hochwasserschutz ist ein weiterer Bestandteil des Konzepts. „Niemand darf den Abfluss von Starkregen oder Hochwasser durch bauliche Maßnahmen so verändern, dass ein anderer dadurch Schaden erleidet.“ Aber auch schon kleinere Veränderungen am Gebäude können Schäden durch Hochwasser verhindern. Durch den Einbau einer automatisch arbeitenden Hebeanlage oder durch Rückstauverschlüsse ist ein zuverlässiger Schutz gegen Schäden durch Rückstau möglich.

Weitere Informationen – insbesondere für Haus- beziehungsweise Grundstückseigentümer - zum Thema Hochwasserrisikomanagement finden sich unter den nachfolgenden Links:

Allgemeine Informationen -> Hochwasserschutzfibel des Bundesministeriums für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung

Zur Region am Oberrhein -> Hochwasserrisikomanagementrichtlinie der EU

Zur Strategie das Landes -> Minderung von Hochwasserrisiken

Spezielle Informationen -> Leitfaden der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zum Objektschutz vor Starkregen

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