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Schon bald Schüleraustausch mit indischen Schulen?
Artikel vom 28.07.2010
Eine Delegation des Goethe-Instituts New Delhi mit indischen Schulleiterinnen und Schulleitern besuchte dieser Tage Oberkirch, um Gespräche über ein deutsch-indisches Schüleraustauschprojekt zu führen. Oberbürgermeister Matthias Braun (Mitte) und Oberstudiendirektor Thomas Steiner (siebter von rechts) durften die Gäste im Hans-Furler-Gymnasium begrüßen.
Eine Delegation indischer Schulleiterinnen und Schulleiter, vor allem von renommierten indischen Privatschulen, besuchte dieser Tage auf ihrer mehrtätigen Bildungs- und Informationsreise durch den Südwesten Baden-Württembergs auch Oberkirch.
Deutsch-indisches Schüleraustauschprogramm im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Treffens im Oberkircher Hans-Furler-Gymnasium stand das vom Goethe-Institut betreute deutsch-indische Schüleraustauschprogramm, welches Schülern im Alter von 14 bis 16 Jahren die Möglichkeit bietet, während eines meist dreiwöchigen Aufenthalts eine indische Schule und das Leben in einer indischen Familie kennen zu lernen. Im Gegenzug erfolgt dann der Besuch des Austauschpartners in Deutschland.
Schulleiter Thomas Steiner begrüßte die Delegation unter Führung von Dr. Juliana Glöckner-Fuchs und Sabine Hartert vom Goethe-Institut New Delhi. Mit Hinweis auf den Namensgeber der Schule, den großen Europäer Professor Hans Furler, hob er hervor, dass es Aufgabe der Schulen sei, Gelegenheit zu bieten, andere Sprachen, Kulturen und Mentalitäten kennen zu lernen. Bevor Oberstudiendirektor Manfred Keller vom Offenburger Schillergymnasium in die Feinheiten des deutschen Schulsystems einführte.
Federführung durch die BRO
Nachdem den Gästen aus Indien zunächst ein Überblick über das baden-württembergische Schulsystem verschafft wurde, gingen die Vertreter der Wirtschaftsregion und der Bildungsregion auf mögliche Formen der Unterstützung einer Partnerschaft zwischen indischen Schulen und Schulen der Ortenau ein. Die Bildungsregion Ortenau (BRO) könnte hierbei die Federführung bei der Organisation eines solchen Projekts übernehmen, so dass die Teilnahme Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Region und nicht nur Schülern einer bestimmten Schule offen steht.
OB Braun: “Führungskräfte mit internationalen Erfahrungen notwendig“
Oberbürgermeister Matthias Braun begrüßte die Delegation auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsregion Ortenau. Er machte deutlich, dass ihm der geplante Schüleraustausch zwischen Indien und der Ortenau sehr wichtig sei. „Wir brauchen für unseren Nachwuchs in Wirtschaft und Verwaltung auch Führungskräfte mit internationalen Erfahrungen“, so Braun wörtlich. Mit der vor kurzem gebildeten Bildungsregion Ortenau und dem Goethe-Institut New Delhi habe man eine ideale Voraussetzung für die Organisation dieses Projekts. Aber auch die Unternehmen, die auf den Weltmärkten bereits aktiv sind, die Hochschulen und Elite-Universitäten mit Weltruf sowie die gymnasiale Landschaft in der Ortenau seien eine ideale Basis. Der Oberbürgermeister freute sich über die Bereitschaft einiger Schulleiter von Ortenauer Gymnasien, die sofort ihre Bereitschaft für dieses Schüleraustauschprojekt signalisierten. Sein Dank galt Finanzminister Willi Stächele, der während seiner letzten Indienreise den Kontakt zum Goethe-Institut New Delhi hergestellt hatte.
Direkt im Anschluss begannen die Gespräche zwischen der BRO und der indischen Delegation über eine mögliche konkrete Ausgestaltung des Programms. Geplant sind auch zu Beginn des nächsten Schuljahres Gespräche auf der Ebene der Schulleitungen der Ortenau, die durch die BRO moderiert werden sollen.