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Stadt Oberkirch - Große Kreisstadt im Ortenaukreis
 

Gesundheitszentrum

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Die Belegung im Gesundheitszentrum seit Januar 2010 - Gemeinderat stimmt Gesundheitszentrum zu

Die Belegung im Gesundheitszentrum Oberkirch:

HNO-Heilkunde, Dr. Christof Smitka, Telefon 9179-900
auric Hör- und Tinnitus Zentrum, Telefon 9179-920
Inst. Grüner Baum, Telefon 9179-940
Neurologie-Psychatrie, Dr. Bruno Späth, Telefon 9179-960

Zahnmedizin, Dr. Simone Hauer, Telefon 2327
Physiotherapie, Anna und Raphael Englert, Telefon: 9179-800
Ergotherapie, Christine Hebbi, Telefon 9179-820
Logopädie, Monika Kimmig, Telefon 9179-840
Podologie, Jutta Schneider, Telefon 9179-860
Barmer- Die Gesundheitsexperten, Telefon 0180 500296900

Allgemeinmedizin, Dr. Gerhard Warneck, Telefon 9179-700
Orthopädie, Dr. Alfred Spieker, Dr. René Malzkorn, Telefon 9179-750
Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Hanns-Michael Burow, Dr. Andrea Braun, Telefon 9179-600
Gynäkologie, Dr. Jola Rauscher_Linder, Telefon 9179-650

Radiologie, Dres. Schulz, Knoche, Raff, Osterheider, Telefon 9179-500
Orthopädie-Schuhtechnik, Leutner & Stinus, Telefon 9179-540
Apotheke am Marktplatz, Evenline Seeberger, Telefon 9179-560
Medicius, Cafe, Landbäckerei Zimmerer, Telefon 9179-580

In seiner Sondersitzung am vergangenen Mittwoch, 3. September, befasste sich der Gemeinderat von Oberkirch mit dem Vorhaben eines privaten Investors aus Oberkirch. Die Hurrle Immobilien GmbH & Co KG aus Oberkirch plant den Neubau eines Gesundheitszentrums auf den städtischen Grundstücken im rückwärtigen Bereich der aktuellen Marktplatzbebauung. Diese Grundstücke werden zurzeit nur als Parkplätze genutzt.

Durch dieses neue Gesundheitszentrum werden in zentraler Lage Oberkirchs medizinische Leistungen zukünftig gebündelt angeboten. Neben den eigentlichen Praxen von Medizinern, welche bereits in Oberkirch niedergelassen sind, werden auch neue Fachärzte in das Gebäude einziehen. Deren Fachrichtungen – wie etwa Radiologie – sind bislang in Oberkirch noch nicht vertreten. Abgerundet wird das medizinische Versorgungsangebot noch mit einer Apotheke, einer Hebamme und einem Orthopäden. Zusätzlich wird das Gebäude noch um ein Café im Erdgeschoss bereichert. „Das Gesundheitszentrum stärkt die medizinische Versorgung nicht nur von Oberkirch, sondern des gesamten Renchtales“, so Oberbürgermeister Matthias Braun in der Sitzung. Eingehend wurden in der Vorlage für den Gemeinderat die Bewertung des Gesundheitszentrums und dessen Standort aus Sicht der Stadt vorgenommen.

Bewertung aus Sicht der Stadt

Die Strukturen der medizinischen Leistungserbringung werden sich mit den Veränderungen im Gesundheitswesen auch deutlich ändern. Medizinische Leistungsanbieter werden in Zukunft enger und verzahnter zusammenarbeiten müssen, um Synergien zu erschließen. Das geplante Gesundheitszentrum ist auf diese zukünftige medizinische Versorgungsstruktur ausgerichtet.

Mit seiner Größe und dem Angebot wird das Gesundheitszentrum Oberkirch auch ortenauweit von Bedeutung sein. Der medizinische Standort wird gestärkt und kann auch in Zukunft attraktiv bleiben. Dies kann möglichen Abwanderungen von Arztsitzen, zum Beispiel nach Verkauf einer Praxis, entgegenwirken. Das Gesundheitszentrum kann zudem in Kooperation mit dem bestehenden Versorgungsangebot die medizinische Versorgung in unserer Stadt und im Renchtal insgesamt sicherstellen. Durch das Hinzukommen neuer Fachbereiche kann das medizinische Versorgungsangebot in Oberkirch und im Renchtal zudem noch verbessert und für die Patienten zeitaufwendige und oft auch beschwerliche Fahrten in die umliegenden Städte vermieden werden. Die Patienten profitieren von einem umfassenden Leistungsangebot, von kurzen Wegen, Barrierefreiheit und guten Parkmöglichkeiten.

Gute städtebauliche Lösung

Was den Standort Marktplatz anbelangt, vertritt die Verwaltung die Auffassung, dass sich dieses Gebäude städtebaulich gut einfügt und zu einer Belebung des Marktplatzes und der Innenstadt beiträgt. Es entspricht dem politischen Willen, vor allem im Hinblick auf die demographische Entwicklung und zur dauerhaften Sicherstellung eines ausreichenden innerstädtischen Versorgungsangebotes, Maßnahmen durchzuführen, die der Stärkung der Innenstadt dienen. Durch die Lage zwischen Altenpflegeheim, betreutem Wohnen und dem Weingärtnerhaus wird auch den Belangen der älteren Bevölkerung Rechnung getragen.

Aufwertung der Innenstadt

Mit dem Bau des Gesundheitszentrums können in zentraler Lage annähernd 100 Parkplätze neu geschaffen und mit der Verlegung der Tiefgaragenein- und -ausfahrt an die Josef-Geldreich-Straße kann auch dieser bauliche Missstand beseitigt werden.

Im Zusammenhang mit der erforderlichen Bachverlegung besteht für die Stadt Oberkirch die Möglichkeit, den Rathauspark und damit auch den gesamten rückwärtigen Teil des Marktplatzes städtebaulich aufzuwerten, indem attraktive Aufenthaltsflächen geschaffen werden. Zu dieser Attraktionssteigerung trägt auch das im Gesundheitszentrum geplante Café bei.

Über das geplante Gesundheitszentrum wurde in den vergangenen Wochen eingehend in verschiedenen Berichten in der Lokalpresse informiert. Daneben veranstaltete die Stadt Oberkirch gemeinsam mit dem Investor Hurrle eine Informationsveranstaltung am 1. Juli zum geplanten Gesundheitszentrum im Forum des Hans-Furler-Gymnasiums.

In der Sitzung des Gemeinderates betonte das Stadtoberhaupt, dass der private Investor für die von ihm benötigten Gründstücke den marktüblichen Preis zahlen wird. Auch die in Zusammenhang mit dem Projekt erforderliche Verlegung des Mühlbaches habe dieser zu tragen. Nur etwaige Sonderwünsche hätte die Stadt selbst zu tragen. Die Sorgen, dass auf dem bisherigen Parkplatz keine ansprechende zeitgemäße Architektur entstehen wird, konnten an diesem Abend auch ausgeräumt werden. Den Mitgliedern des Gemeinderates konnte von Seiten der Verwaltung dargelegt werden, dass der vom Investor beauftragte Architekt ein städtebaulich anspruchsvolles Gebäude entworfen hat, welches über eine aufwendige Fassadenkonstruktion verfügt. Den Anwesenden wurde zur Verdeutlichung ein kurzer Videofilm vorgeführt. In dem Film wurde das Gesundheitszentrum aus unterschiedlichen Blickwinkeln vorgestellt.

Für das Bauvorhaben, das überwiegend auf einer heute schon versiegelten Fläche entsteht, müssen einige Bäume gefällt werden, die durch entsprechende Ersatzpflanzungen ersetzt werden. Durch die Erweiterung der bereits bestehenden Tiefgarage am Marktplatz und die Wiederherstellung von oberirdischen Parkplätzen im hinteren Teil des Marktplatzareals wird eine Verbesserung der Parkplatzsituation in Oberkirch erreicht werden.

Weitere 50 Parkplätze auf Josef-Geldreich-Areal
In der Sitzung hat sich der Gemeinderat auch dafür ausgesprochen, auf dem ursprünglich für eine Wohnbebauung vorgesehenen Areal der Josef-Geldreich-Straße weitere circa 50 oberirdische Parkplätze anzulegen. Die Fläche wird ansprechend gestaltet und begrünt. Außerdem soll dort neben einem Busparkplatz auch ein öffentliches WC errichtet werden. Die weiteren 50 oberirdischen Parkplätze neben der Mediathek verbessern das Stellplatzangebot in der Innenstadt.

Die Vorsitzenden aller im Gemeinderat vertretenen Parteien betonten die große Bedeutung des Projekts für die weitere positive Entwicklung von Oberkirch. Sie sprachen sich in ihren Wortbeiträgen ausdrücklich für die Realisierung des von der Hurrle Immobilien GmbH geplanten Gesundheitszentrums aus. Nach ausführlicher Aussprache über das Vorhaben stimmten die Mitglieder des Gemeinderates auf Antrag des fraktionslosen Stadtrats Hans-Jürgen Ziegler in namentlicher Abstimmung ab. Mit Ausnahme von Stadtrat Ziegler stimmten alle anwesenden Mitglieder des Gemeinderates dem Bau eines Gesundheitszentrums auf dem bisherigen Parkplatz im hinteren Teil des Marktplatzes zu.

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